Rettungskarten

Moderne Autotechnik bietet mehr Sicherheit, erschwert aber teilweise die rasche Befreiung der Insassen. Wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Für schnellere Rettung sorgt die vom ADAC eingeführte und als Standard gesetzte Rettungskarte. Diese soll einheitlich hinter der Fahrersonnenblende angebracht werden, bis flächendeckend in ganz Europa eine elektronische Datenübermittlung an die Unfallstelle möglich ist.

Alternativ gibt es die Möglichkeit, kleine Aufkleber mit QR-Codes an vordefinierte Stellen anzubringen, um die Fahrzeuginformationen einfach und schnell mit dem Smartphone scannen zu können. Die QR-Etiktten sollten in der Tankklappe und an der B-Säule angebracht werden und ermöglichen somit der Feuerwehr eine schnelle Fahrzeugidentifikation. Zusätzlich kann einer der QR-Codes auch z.B. hinter der Windschutzscheibe angebracht werden. Die Idee stammt ursprünglich von Mercedes Benz, die alle Neu-Fahrzeuge seit Januar 2014 mit einem solchen Etikett ausstatten. Zum Nachrüsten gibt es solche fahrzeugspezifischen QR-Codes z.B. bei res-qr.

Vorgehen

1. Drucken Sie die Rettungskarte Ihres Fahrzeuges in Farbe aus, damit Problembereiche klar erkennbar sind (Wenn Sie Ihre Rettungskarte nicht selbst in Farbe ausdrucken können, hilft Ihnen Ihre ADAC Geschäftsstelle).

2. Prüfen Sie anhand der Typbezeichnung und dem Foto, ob die ausgedruckte Rettungskarte Ihrem Fahrzeug entspricht. Es wird immer die maximal mögliche Airbagausstattung dargestellt.

3. Befestigen Sie die Rettungskarte nur hinter der Fahrer-Sonnenblende, denn dieser Ort wurde für Rettungskräfte international kommunizert. Falten Sie sie vorher mit der bedruckten Seite nach innen, um ein Ausbleichen zu verhindern.

4. Aufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“ am linken oberen oder unteren Rand der Windschutzscheibe anbringen. Den Aufkleber gibt es in jeder ADAC-Geschäftsstelle.